Francas Erfahrung – Episode 5: Weihnachtszeit und Nebenwirkungen

Franca, 42, Ärztin für Lungenheilkunde, Mutter von zwei kleinen Buben und Teilnehmerin bei haelsi weight, erzählt hier weiter ehrlich und ungefiltert über ihre ersten Wochen mit Mounjaro®.
Die Weihnachtszeit gilt ja gemeinhin als idyllisch. Kerzen. Lichter. Kekse. Bei mir war sie heuer eher eiskalt, verschneit – und mit ordentlich Bauchweh. Seit Ende November war ich auf 5 mg Mounjaro. Und während draußen langsam der Advent einzog, schlichen sich bei mir Woche für Woche andere Gäste ein. Unangemeldet. Unwillkommen. Hartnäckig. Kurz gesagt: ich kam ins Schlittern.
Wenn der Bauch aufs Glatteis gerät
Appetitlosigkeit? Okay. Kann man akzeptieren. Übelkeit? Schon weniger okay. Bauchkrämpfe? Ich krümmte mich wie ein Vanillekipferl. Ich dachte mir zuerst: Stress im Spital. Frostige Stimmung mit dem Chef. Da vergeht einem halt der Appetit, nichts Neues! Aufstehen, Krönchen richten, weitergehen. Blöd nur: Der Stress wurde weniger. Ich fand einen neuen Job. Das Eis begann zu tauen. Mein Bauch blieb im Frost erstarrt.
Von dünnem Eis zu freiem Fall
Es wurde schlimmer. Mit jeder Woche. Mit jeder Dosis. Bauchkrämpfe. Durchfall. Übelkeit so stark, dass ich mehrfach dachte: „Okay, das wars jetzt." Zum Glück kam es nie zum Erbrechen – aber eine Woche vor Weihnachten war der Tiefpunkt erreicht. Ich habe kaum noch gegessen, wenig getrunken. Kopfweh inklusive, weil mein Körper irgendwann beschlossen hat, dass Flüssigkeit im Winter offenbar optional ist. Medikamentenroulette deluxe: Buscopan®. Zofran®. Novalgin®. Kein Glühwein. Keine Kekse. Keine Freude. Weihnachten ist, wenn selbst der Diätplan Urlaub hat – meiner war allerdings krankgeschrieben.
Zum Glück gibts den haelsi-Experten-Chat
Im haelsi weight Experten-Chat wurde ich wirklich gut begleitet. Ruhig, kompetent, ohne Panik – aber auch ohne Schönreden. Eigentlich sollten sich Nebenwirkungen mit der Zeit legen. Bei mir war es leider umgekehrt: Mit jeder Dosis wurde es schlimmer. Also haben wir getan, was vernünftig war - zurück auf 2,5 mg. Manchmal ist ein Schritt zurück kein Rückschritt, sondern ein sicherer Stand auf festem Boden.

Weihnachten, aber bitte mit Influenza A
Als wäre das alles noch nicht feierlich genug gewesen, kam Weihnachten dann mit einem Extrageschenk aus der Krippe. Mein Sohn brachte es mit der Selbstverständlichkeit eines Zweijährigen nach Hause, der glaubt, Teilen sei etwas Schönes: Influenza A. Husten. Schnupfen. Abgeschlagenheit. Fieber. Die volle Winteredition. Ich lag da, ohnehin schon angeschlagen, und dachte mir kurz: „Natürlich. Warum nicht."
Tamiflu® kam zum Einsatz. Und ja – es hilft gegen die Grippe. Was es leider auch macht: Übelkeit. Schon wieder! Dabei war mein Magen gerade erst dabei, sich langsam vom Drama der letzten Wochen zu erholen. Es fühlte sich an, als hätte jemand gesagt: „Ah, du glaubst, es wird besser? Warte. Wir sind noch nicht fertig."
Also lag ich mit meinem kleinen Sohn zwischen Tee, Taschentüchern und Medikamenten, weihnachtlich dekoriert, während mein dreijähriger Sohn fröhlich durchs Wohnzimmer lief und die Christbaumkugeln sortierte. Glanz in seinen Augen. Chaos in der Küche.
Zwei Wochen später: Tauwetter
Ich bin jetzt seit zwei Wochen wieder auf 2,5 mg. Und was soll ich sagen? Alle Beschwerden sind weg. Kein Bauchweh. Keine Übelkeit. Kein Drama. Der nächste Steigerungsversuch? Wird erst einmal auf Eis gelegt. Ich habs nicht eilig.

Tipps für den Umgang mit Nebenwirkungen:
Nebenwirkungen der Abnehmspritze: Welche Nebenwirkungen können auftreten?Gewicht, Wahrheit und Muskelmasse
Gewichtsmäßig hat sich zuletzt wenig getan. Ich stehe aktuell bei –9 kg nach 10 Wochen. Davon sind allerdings 3 kg Muskelmasse weg. Überraschung des Jahrhunderts, wenn man 2-3 Wochen lang kaum isst und sportlich eher Richtung Winterschlaf driftet. Naja.
Wenn schon Winter, dann wenigstens Core
Also habe ich wieder begonnen, Krafttraining einzubauen. Realistisch. Überschaubar. Machbar. Mit Apple Fitness Plus®. Core Training. 5-Minuten-Einheiten. Das schaffe sogar ich 4-5 Mal pro Woche. Noch dazu Beintraining. Kniebeugen. Denn: Mehr Muskeln = höherer Grundumsatz. 1 kg Muskel verbrennt ca. 15 kcal pro Tag. 1 kg Fett nur etwa 5 kcal. Rechnen kann ich. Und mein Körper offenbar auch.
Bauch, Rücken und Beine haben viele Muskeln – da geht was weiter.
Bonus-Effekte, die ich sehr schätze:
bessere Körpersilhouette
weniger Kniebeschwerden (alte Kreuzbandgeschichte)
kein Rücken- und Nackenziehen mehr
und dieses herrliche Gefühl von: „Ich hab heute was für mich getan."
Die restlichen Muskelgruppen kommen später noch dran. Irgendwo muss man anfangen. Ich bin kein Fitness-Influencer.

Tipps für Bewegung während der Therapie:
Sport & Bewegung mit der Abnehmspritze – worauf du achten solltestProfessionelle Hilfe & alte Muster
Physio fürs Knie ist bereits gebucht - natürlich bei haelsi. Denn mit professioneller Hilfe geht alles leichter – auch das Durchhalten. Und weil ich manchmal immer noch gerne nasche, habe ich mir auch gleich den passenden Verhaltenstherapeuten gesucht. Prävention statt Selbstverurteilung. Neu für mich. Gefällt mir.
Fazit Episode 5
Diese Episode war nicht idyllisch. Sie war frostig. Unbequem. Lehrreich. Aber genau deshalb wichtig. Nicht jede Dosis passt sofort. Nicht jede Phase läuft glatt. Und manchmal ist ein Schritt zurück der klügste Weg nach vorne.
Ich stehe wieder sicher mit beiden Beinen voll im Leben. Und ich habe mehr Werkzeuge als je zuvor.
Es bleibt spannend. So wie jede gute Serie.
Und bis der Frühling wieder alles zum Leben erweckt gilt weiterhin:
Atmen, spritzen, genießen – in dieser Reihenfolge.

Häufige Fragen zu Nebenwirkungen bei GLP-1 Therapie
Ja, gerade zu Beginn können Nebenwirkungen wie Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Bauchbeschwerden auftreten. Die Medikamente wirken auf Appetit und Verdauung, deshalb braucht der Körper manchmal etwas Zeit, sich daran zu gewöhnen. In vielen Fällen werden die Beschwerden mit der Zeit schwächer.
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