Saxenda® (Liraglutid)

    Deine Sicherheit steht an erster Stelle.
    Hier findest du die wichtigsten Informationen zu Wirkung, Nebenwirkungen und Sicherheit deiner Behandlung.

    Gegenanzeigen

    Es gibt nur einen Grund, aus dem Saxenda® gar nicht angewendet werden darf: eine Überempfindlichkeit gegen Liraglutid oder einen der sonstigen Bestandteile.

    Alles andere, was du auf dieser Seite liest, sind Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen. Sie bedeuten nicht, dass du das Medikament nicht bekommen kannst, sondern dass deine Ärztin sie mit dir bespricht.

    Anwendungsgebiete

    Saxenda® ist ein GLP-1-Rezeptoragonist, in der EU zugelassen:

    Als Ergänzung zu kalorienreduzierter Ernährung und gesteigerter körperlicher Aktivität zur Gewichtsreduktion und Gewichtserhaltung bei:

    • Erwachsenen mit Adipositas (BMI ≥ 30)
    • Erwachsenen mit Übergewicht (BMI ≥ 27) und mindestens einer gewichtsbedingten Begleiterkrankung (z. B. Bluthochdruck, Dyslipidämie, Typ-2-Diabetes, Schlafapnoe).

    Nicht zugelassen für:

    • Typ-1-Diabetes

    Häufige Nebenwirkungen (≥ 5 %)

    • Übelkeit
    • Verstopfung
    • Erbrechen
    • Durchfall
    • Bauchschmerzen
    • Kopfschmerzen
    • Verdauungsbeschwerden (Dyspepsie, Sodbrennen)
    • Reaktionen an der Injektionsstelle
    • Schwindel
    • Rückenschmerzen
    • Appetitlosigkeit
    • Müdigkeit
    • Blähungen, Aufstoßen, Blähbauch
    • Gastroenteritis, Infekte der oberen Atemwege (z. B. Schnupfen)
    • Erhöhte Lipase oder Amylase
    • Geschmacksveränderungen

    Viele dieser Nebenwirkungen bessern sich im Verlauf, wenn sich der Körper an das Medikament gewöhnt.

    Gegenanzeigen

    • Überempfindlichkeit gegen Liraglutid oder einen der sonstigen Bestandteile

    Warnhinweise und Wechselwirkungen

    Diese Punkte sind Hinweise, keine Anwendungsverbote. Sie werden ärztlich beurteilt und begleitet.

    • Pankreatitis: bei starken Bauchschmerzen (evtl. mit Erbrechen) sofort absetzen und ärztlich abklären
    • Gallenblase: Risiko für Gallensteine oder Entzündung
    • Leber: mögliche Leberentzündung (Hepatitis, erhöhte Leberwerte, Gelbsucht)
    • Nieren: Risiko für Nierenfunktionsstörungen durch Flüssigkeitsverlust bei Erbrechen oder Durchfall
    • Schwere Magen-Darm-Erkrankungen: bei ausgeprägter Magenentleerungsstörung (Gastroparese) ist die Anwendung nicht empfohlen
    • Kombination mit anderen Präparaten: eine gleichzeitige Anwendung mit weiteren GLP-1-Rezeptoragonisten ist nicht vorgesehen
    • Hypoglykämie: selten, v. a. bei Kombination mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen → evtl. Dosisanpassung nötig
    • Herzfrequenz: leichter Anstieg möglich
    • Schwangerschaft und Stillzeit: nicht anwenden; mindestens 2 Monate vor einer geplanten Schwangerschaft absetzen
    • Operationen und Narkose: mögliches Aspirationsrisiko – informiere dein Behandlungsteam vor einem Eingriff

    Wen wir bei haelsi weight nicht aufnehmen

    Die europäische Fachinformation nennt als einzige Gegenanzeige eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Wir bei haelsi weight nehmen darüber hinaus einige Konstellationen bewusst nicht auf, weil sie eine engere Betreuung brauchen, als eine rein telemedizinische Begleitung leisten kann.

    • Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, jetzt oder irgendwann früher
    • Eine bariatrische Operation (Magenverkleinerung, Magenbypass)
    • Eine aktive Essstörung
    • Eine schwere Nieren- oder Leberinsuffizienz
    • Typ-1-Diabetes
    • Unkontrollierter Blutdruck oder eine relevante Herzerkrankung
    • Schwangerschaft, Stillzeit oder eine geplante Schwangerschaft

    Schilddrüse: was wir abklären

    In Tierversuchen traten unter dieser Wirkstoffgruppe bei Ratten Tumoren der Schilddrüsen-C-Zellen auf. Ob das auf den Menschen übertragbar ist, ist nicht geklärt, und die europäische Fachinformation führt dazu keine Gegenanzeige.

    Wenn bei dir oder in deiner Familie eine Schilddrüsenerkrankung bekannt ist, fragen wir das im Check ab und besprechen es im Arztgespräch. Es schließt dich nicht automatisch aus. Deine Ärztin klärt, um welche Erkrankung es geht und was das für dich bedeutet.

    Wechselwirkungen

    • Saxenda® verzögert die Magenentleerung → Aufnahme anderer Medikamente kann beeinflusst werden
    • Vorsicht bei Medikamenten mit enger therapeutischer Breite (z. B. Warfarin, Schilddrüsenhormone, Antiepileptika)
    • Kombination mit Insulin/Sulfonylharnstoffen: erhöhtes Hypoglykämie-Risiko → evtl. Anpassung der Dosis nötig
    • Alkohol meiden → kann Nebenwirkungen verstärken

    Nebenwirkungen melden

    Verdachtsfälle bitte an das
    Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG/AGES):
    www.basg.gv.at

    oder europaweit an die EMA (European Medicines Agency).

    Diese Information ersetzt nicht das Gespräch mit deiner behandelnden Ärztin/deinem Arzt.

    Häufige Fragen zu Saxenda®

    Saxenda® wird einmal täglich zu einer beliebigen Tageszeit injiziert, am besten zur gleichen Zeit. Die Dosis wird schrittweise über 5 Wochen auf 3 mg gesteigert.